Autorin: Sarah | Datum: 1. Sept. 2021

Ist eine pflanzenbasierte Ernährung gesund?

Eine pflanzenbasierte Ernährung ist nicht per se gesund. Auf die Umsetzung kommt es an. 

Wie definiert sich eine pflanzenbasierte Ernährung überhaupt?

Wie der Name verrät, zeichnet sich eine pflanzenbasierte Ernährung vor allem durch den vorwiegenden Konsum von Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs aus. Es gibt unterschiedliche Formen der pflanzenbasierten Ernährung: 

  • Vegan: die strengste Form der pflanzenbasierten Ernährung: hier wird gänzlich auf tierische Produkte verzichtet 
  • Vegetarisch: im Unterschied zur veganen Ernährung werden zusätzlich Eier und/oder Milchprodukte konsumiert, aber meist wird auf Fleisch und Fisch verzichtet
  • „plant-based“: diese Ernährungsform hat als Basis die vegane Ernährungform, schliesst aber geringe Mengen aller tierischen Produkten nicht aus. D.h. gelegentlich können auch kleine Mengen an Fleisch und Fisch gegessen werden. 
     

--> Die Umsetzung einer pflanzenbasierten Ernährung lässt sich also sehr unterschiedlich gestalten.


Damit du von den Vorzügen einer pflanzenbasierten Ernährung profitieren kannst, ist ein gutes Ernährungswissen wie bei jeder Ernährungsweise zentral, damit du die Ernährung ausgewogen gestalten und mit den notwendigen Supplementen ergänzen kannst. 

Es ist also nicht das Ziel…

  • …Nahrungsmittel tierischen Ursprungs einfach ersatzlos wegzulassen
  • …die Nahrungsmittelauswahl stark einzuschränken oder einseitig zu gestalten 
  • …oder tierische Produkte durch vor allem stark verarbeitete Produkte, die nährstoffarm sind, zu ersetzen


Denn so besteht das Risiko eines Nährstoffmangels und daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen

Wie schätzen verschiedene Ernährungsgesellschaften eine pflanzenbasierte Ernährung ein?

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) stuft eine ovo-lacto-vegetarische Ernährungsform, bei welcher Eier und Milchprodukte konsumiert werden und die Omega-3 Fettsäuren DHA und EPA supplementiert werden, als eine bedarfsdeckende Ernährung ein. Eine vegane Ernährung lasse sich bei einer gezielten Lebensmittelauswahl und Supplementierung für Erwachsene bedarfsdeckend gestalten, eigne sich aber nicht für alle Lebensphasen. 1

Die amerikanische Academy of Nutrition and Dietetics erachtet eine gut geplante pflanzenbasierte Ernährung, inklusiv der veganen Ernährung, die Supplemente und angereicherte Nahrungsmittel einschliesst, als geeignete Ernährungsform in jeder Lebensphase und betont die gesundheitlichen Vorteile. 2 Dieser Position folgen weitere Fachgesellschaften wie das australische National Health and Medical Research Council (2013) 3 und das portugiesische National Programme for the Promotion of a Healthy Diet. 4

Was macht eine pflanzenbasierte Ernährung nun gesund?

Wie es der Name verrät, zeichnet sich eine pflanzenbasierte Ernährung vor allem durch den vorwiegenden Konsum von Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs aus. Die gesundheitsförderlichen Aspekte einer ausgewogenen pflanzenbasierten Ernährung werden in Studien vor allem auf den hohen Konsum von Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen (alle reich an Nahrungsfasern und Phytochemikalien) und den geringeren Verzehr von gesättigten Fettsäuren zurückgeführt.

Als gesundheitliche Vorteile werden unteranderem ein geringeres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck, bestimmte Krebsarten, Übergewicht und eine geringere Sterblichkeitsrate diskutiert. 5;6;7;8

Mit dem nötigen Ernährungswissen lässt sich eine pflanzenbasierte Ernährung ausgewogen umsetzen und kann einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit leisten.

 

Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung durch eine Ernährungsfachperson oder eine Ärztin, einen Arzt. 

Quellen:

1. SGE (2021). Mitgliederversammlung SGE, 31.5.2021-Traktandum 9 Anträge SGE-Mitglied Herr Werndli und Stellungnahmen des Vorstands der SGE zu Handen der Mitgliederversammlung vom 31.5.2021

2. Melina, V., Craig, W., and Levin, S. (2016). Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets. J Acad Nutr Diet 116, 1970–1980

3. National Health and Medical Research Council (Hg) (2013).Eat for health. Australian dietary guidelines. National Health and Medical Research Council, Canberra. 

4. National Programme for the Promotion of a Healthy Diet, Direção-Geral da Saúde (Hg) (2015) Guidelines for a healthy vegetarian diet. Lissabon.

5. Heianza, Y., Zhou, T., Sun, D., Hu, F.B., Manson, J.E., and Qi, L. (2020). Genetic susceptibility, plant-based dietary patterns, and risk of cardiovascular disease. The American Journal of Clinical Nutrition 112, 220–228

6. Tonstad, S., Butler, T., Yan, R., and Fraser, G.E. (2009). Type of Vegetarian Diet, Body Weight, and Prevalence of Type 2 Diabetes. Diabetes Care 32, 791–796.

7. Craig, W.J. (2009). Health effects of vegan diets. American Journal of Clinical Nutrition 89(5), 1627S-1633S.

8. Orlich, M.J., and Fraser, G.E. (2014). Vegetarian diets in the Adventist Health Study 2: a review of initial published findings. American Journal of Clinical Nutrition 100, 353S-358S.

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